2.4. 🏆Selbsttest: Wissen und Praxis#
Hinweis
Diese Übungsaufgaben dienen Ihrer Selbsteinschätzung und helfen Ihnen dabei, das im Kapitel Gelernte zu reflektieren.
Sie können die Fragen in beliebiger Reihenfolge beantworten und jeden Versuch bei Bedarf mehrfach wiederholen.
So funktioniert es:
Wählen Sie bei jeder Frage die Antwort(en) aus, die Sie für richtig halten.
Lesen Sie das Feedback zu den einzelnen Antwortoptionen sorgfältig durch.
Die Erklärungen helfen Ihnen dabei, Ihr Verständnis zu vertiefen – auch bei korrekten Antworten.
Es erfolgt keine Bewertung oder Speicherung Ihrer Ergebnisse. Nutzen Sie dieses Assessment, um Wissenslücken zu identifizieren und gegebenenfalls die entsprechenden Abschnitte des Kapitels noch einmal zu bearbeiten.
Geschätzte Zeit: 5–10min
Viel Erfolg!
2.4.1. Frage 1#
Eine Forschungsfrage im Bereich der Digital Humanities lautet: “Wie entwickelte sich die öffentliche Aufmerksamkeit für Umweltthemen in deutschen Tageszeitungen zwischen 1960–1980?”
(Wählen Sie alle zutreffenden Antworten aus)
2.4.2. Frage 2#
Entwickeln Sie eine Operationalisierung für folgende Forschungsfrage: “Wie veränderte sich die Berichterstattung über wissenschaftliche Themen in der Wochenzeitung ‘Die Zeit’ zwischen 1950–1970?”
Frage 2(a)#
Formulieren Sie zunächst selbst eine mögliche Operationalisierung
Lösungen
Musterlösung
Untersuchungsgegenstand: Alle Ausgaben der “Zeit” von 1950 bis 1970 (als OCR-Volltext).
Definition “wissenschaftliche Themen”: Ein Artikel gilt als wissenschaftsbezogen, wenn er mindestens einen Begriff aus einer vorab festgelegten Stichwortliste enthält (z.B. “Forschung”, “Wissenschaft”, “Experiment”, “Institut”, “Studie”, Disziplinbezeichnungen wie “Physik”, “Medizin”, “Chemie”).
Quantifizierbare Indikatoren:
Anzahl wissenschaftsbezogener Artikel pro Ausgabe bzw. pro Jahrgang
Anteil dieser Artikel an allen Artikeln einer Ausgabe (in %)
Durchschnittliche Artikellänge (Wörter) der wissenschaftsbezogenen Artikel
Häufigkeit der Stichwörter pro 10.000 Wörter (normalisiert, um unterschiedliche Ausgabenumfänge vergleichbar zu machen)
Zeitliche Auflösung: Aggregation der Werte pro Jahr, um Veränderungen über den Zeitraum 1950–1970 als Zeitreihe darstellen zu können.
Hinweis Es gibt nicht die eine “richtige” Operationalisierung. Vergleichen Sie Ihre eigene Antwort in Frage 2(b) systematisch mit den dort genannten Kriterien – entscheidend ist, dass Ihre Indikatoren quantifizierbar sind, sich ausschließlich auf das definierte Quellenkorpus stützen, über den gesamten Zeitraum konsistent erhoben werden können und praktisch umsetzbar sind.
Frage 2(b)#
Vergleichen Sie Ihre Antwort mit den folgenden Kriterien für eine geeignete Operationalisierung. Bewerten Sie Ihre eigene Antwort anhand dieser Kriterien
Anwendung der Kriterien#
Bei der Bewertung Ihrer Operationalisierung:
Prüfen Sie jeden Indikator einzeln gegen alle Kriterien
Identifizieren Sie mögliche Schwachstellen
Erwägen Sie Alternativen für problematische Aspekte
Dokumentieren Sie Ihre Überlegungen zu jedem Kriterium
Lösungen
Beispielhafte Anwendung Ein Indikator wie “Anzahl wissenschaftlicher Artikel pro Ausgabe”:
✓ Quantifizierbar (zählbare Einheit)
✓ Basiert auf Quellenkorpus (nur Zeit-Artikel)
✓ Durchgängig messbar (über gesamten Zeitraum)
✓ Praktisch umsetzbar (mit klarer Definition und OCR)
Hinweis Es gibt nicht die eine “richtige” Operationalisierung. Verschiedene Ansätze können geeignet sein, solange sie den grundlegenden Kriterien entsprechen und praktisch umsetzbar sind.