Resümee

5.6. Resümee#

In diesem Kapitel werden Möglichkeiten der Auswertung der automatisiert erstellten Annotationen mithilfe von Visualisierungen dargestellt. Dabei werden folgenden Teilbereichen behandelt:

Keypoints

Struktur der Annotationsdaten

In diesem Kapitel werden die im letzten Kapitel automatisiert erstellten Annotationsdaten zur Einstellungs- und Figurenerekennung mithilfe von Visualisierungen ausgewertet. Hierfür ist die Kenntnis der spezifischen Struktur der Annotationsdaten von grundlegender Bedeutung. Zu Beginn wird deshalb dargestellt, welche Werte die Annotationsdaten enthalten, wie diese zu lesen sind und welche Berechnungen mit den Werten durchgeführt werden können, etwa für eine quantitative Auswertung in Form einer statistischen Stilanalyse.

Visualisierung der Annotationsdaten mit Python-Skripten

Für drei exemplarische Visualisierungen der Annotationsdaten haben wir Python-Skripte entwickelt, die in der OER in Form von Jupyter Notebooks umgesetzt wurden. Diese Notebooks ermöglichen neben der Ausführung des Python-Codes dessen ausführliche Kommentierung. Die Skripte in den Notebooks erstellen verschiedene Visualisierungen: Eine Grafik mit Balkendiagrammen zu den Werten der Einstellungsannotationen, eine Grafik zur Figurenpräsenz und eine Grafik zum Figurennetzwerk in verschiedenen Filmen Konrad Wolfs. Mit der Veränderung einzelner Parameter können die Ausgaben der Visualisierungs-Skripte an eigene Bedürfnisse angepasst werden.

Auswertung der Annotationsdaten

Anhand der erstellten Visualisierungen findet eine explorative Auswertung der Annotationsergebnisse statt. Dabei ergeben sich Auffälligkeiten durch markante Abweichungen in den Einstellungsdaten einiger Filme. Die hinsichtlich des Auftretens bestimmter Figuren annotierten Filme weisen in den Visualisierungen zur Figurenpräsenz und den Figurennetzwerken deutliche Unterschiede auf. In allen Fällen müssten diese Beobachtungen durch die genauere Analyse der annotierten Filme und die Einbeziehung der jeweiligen Entstehungskontexte genauer untersucht werden.

Durch die Visualisierung und explorative Auswertung der automatisiert erstellten Annotationsdaten hat sich gezeigt, dass diese für die Bearbeitung filmwissenschaftlicher Fragestellungen nützlich sein können.