2.2. Operationalisierung#
Mit der im vorherigen Abschnitt 2.1. entwickelten Leitfrage soll analysiert werden, wie stark sich die Berliner:innen für die Bäume in ihrer Stadt engagieren und in welchen Bezirken dieses Engagement am höchsten ist. Da der Begriff ‚Engagement‘ nicht direkt beobachtbar oder messbar ist, muss zunächst eine sogenannte Operationalisierung erfolgen, also ein Messverfahren für dieses theoretische Konzept entwickelt werden ().
Für die Operationalisierung der Leitfrage (Wo lassen sich die höchsten Ausprägungen des Engagements von Bürger:innen bei der Bewässerung städtischer Bäume in Berlin feststellen?) müssen Sie daher zwei Fragen adressieren:
Was bedeutet Engagement von Bürger:innen bei der Bewässerung städtischer Bäume in Berlin?
Wie kann dieses gemessen werden?
Anhand dieser beiden Fragen entsteht folgende Operationalisierung:
Operationalisierung
Als Engagement soll in dieser Fallstudie gelten, wie viele Berliner Bäume gegossen werden. Dies lässt sich messen, indem die Anzahl der gegossenen Bäume als Datengrundlage herangezogen wird. Ein besonders hohes Engagement läge demnach dann vor, wenn eine große Zahl Bäume gegossen werden würde. Werden in einem Berliner Bezirk mehr Bäume gegossen als in einem anderen, läge dort ein höheres Engagement vor.
Diese Operationalisierung ist wie jede wissenschaftliche Operationalisierung diskutabel. Engagement könnte zum Beispiel anders definiert oder unterschiedlich gemessen werden. Darüber hinaus ist eine von Bürger:innen selbst angegebene Zahl von bewässerten Bäumen nur eine bedingt verlässliche Datengrundlage.
Die Reflexion der Grenzen und Beschränkungen, die mit der eigenen Operationalisierung einhergehen, ist ebenfalls Bestandteil dieser Fallstudie. Darauf geht die abschließende Zusammenfassung und Reflexion ein.
Literatur
Krautter, B., Pichler, A., & Reiter, N. (2023). Operationalisierung. Zeitschrift für digitale Geisteswissenschaften – ZfdG. Working Paper 2 der Zeitschrift für digitale Geisteswissenschaften. doi:10.17175/WP_2023_010