Resümee

5.3. Resümee#

Als Lernziel soll in diesem Kapitel die Fähigkeit vermittelt werden, einen Datensatz mithilfe von Visualisierungen und weiteren digitalen Tools hinsichtlich einer Fragestellung auszuwerten. Grundlage für die Auswertung ist der bereinigte Datensatz zum Filmkorpus unserer Fallstudie. Dabei werden folgende Teilbereiche behandelt:

Keypoints

Grundlagen der Visualisierung

Wir klären zunächst den Begriff der Informationsvisualisierung und gehen auf deren lange Tradition ein. Ziel von Visualisierungen ist es, eine große Menge an abstrakten Daten für Menschen erfassbar zu machen. Gleichzeitig können durch Visualisierungen, Muster und Strukturen sichtbar werden, die ohne diese verborgen blieben. Es wird aufgezeigt, wie Visualisierungen von Daten auch für die filmwissenschaftliche und filmhistorische Forschung gewinnbringend eingesetzt werden können. Als Beispiele wird u.a. ein Projekt zur Zirkulation von Filmen zwischen internationalen Festivals vorgestellt, ebenso ein Visualisierungsprojekt zur feministischen Filmgeschichtsschreibung.

Visualisierungen zur Fallstudie mit Mircosoft Excel

Mit Microsoft Excel, das als Teil des Microsoft-Office-Packets auf vielen Computern installiert ist, erstellen wir auf der Grundlage des bereinigten Datensatzes verschiedene Visualisierungen zu unserer Fallstudie. Es zeigt sich, dass die Anzahl der im Katalog verzeichneten Titel pro Jahr um die Wendezeit deutlich ansteigt, ebenso sind um die Jahre 1987 bis 1990 mehr Dokumentarfilme aufgelistet. Schlagworte wie Arbeit, Porträtfilm und Wende häufen sich ebenfalls in dieser Zeit. Es hat sich gezeigt, dass durch Visualisierungen eine explorative Auswertung des Datensatzes möglich ist. Auf diese erste Auswertung müsste nun eine genauere Archiv-Recherche folgen.

Da der bereinigte Datensatz aus dem Bibliothekskatalog aus rechtlichen Gründen nicht veröffentlicht werden kann, wurden die Visualisierungen anhand eines synthetischen Datensatzes erstellt. Auf die Problemfelder, die bei der Publikation von Daten auftreten können, wird im folgenden Kapitel genauer eingegangen.